Diabetes bei Tieren

Diabetes bei Katzen: Insulin für Kater Mikesch

Auch Katzen, Hunde oder Pferde können an Diabetes erkranken. Genau wie zuckerkranke Menschen brauchen sie dann regelmäßig Insulinspritzen. 

Kater Mikesch ist ständig hungrig. Und nicht nur der Futter-, auch der Trinknapf ist immer leer. Weil Mikesch trotzdem nicht zunimmt, sondern im Gegenteil immer dünner und schlapper wird, geht sein Frauchen mit ihm zum Tierarzt. Der nimmt dem Kater Blut ab und stellt fest: Mikesch hat Diabetes. Weil ihm der Stoff Insulin fehlt, kann sein Körper den Zucker aus der Nahrung nicht verarbeiten: Er gelangt aus seinem Blut nicht in die Zellen und Gewebe des Körpers. Deshalb ist Mikesch so schwach und hungrig. Durst hat er, weil der Körper den ganzen Zucker im Blut mit viel Flüssigkeit über den Urin wieder nach draußen befördern muss.

Genau wie bei Menschen mit Typ-1-Diabetes bildet die Bauchspeicheldrüse von Hunden, Katzen, Pferden und anderen Tieren, die an Diabetes erkrankt sind, nicht genug Insulin. Die Tiere brauchen deshalb – genau wie die Menschen – eine dauerhafte Behandlung mit Insulin. Sie müssen ein oder zwei Mal am Tag, zum Beispiel immer nach dem Füttern, eine Spritze bekommen. Der Tierarzt zeigt den Besitzern, wie das geht. Trotzdem ist es am Anfang natürlich nicht leicht, einen Vierbeiner zu spritzen, wenn dieser sich mit Leibeskräften dagegen wehrt. Meist gewöhnen sich beide Seiten aber früher oder später daran. 

Herrchen und Frauchen müssen auch ganz genau auf die Ernährung ihrer an Diabetes erkrankten Tiere achten: Deshalb gibt es Diätpläne und sogar spezielles Futter für zuckerkranke Hunde und Katzen. Die Tiere sollten, wenn möglich, ihre Mahlzeit immer zur gleichen Zeit bekommen. Bei Katzen ist das manchmal schwierig. Denn sie sind eigensinnig und lassen sich nicht gerne vorschreiben, wann sie essen sollen. Auch mit der Bewegung tun sich Katzen schwerer. Im Gegensatz zu Hunden lassen sich Katzen ja nicht „Gassi“ führen. Wenn man viel mit ihnen spielt, kann man sie jedoch dazu bringen, sich mehr zu bewegen. Weil Übergewicht Diabetes begünstigt, sollte es zwischendurch keine Leckerlis geben. 

Auch Tiere mit Diabetes können an Unterzucker leiden – zum Beispiel, wenn sie weniger fressen oder sich aus irgendeinem Grund mehr bewegen als üblich. Für zuckerkranke Pferde ist deshalb auch das Galoppieren und Springen meist tabu – es kostet einfach zu viel Energie. Aufmerksame Tierhalter erkennen eine Unterzuckerung daran, dass die Tiere unruhig und zittrig werden und sich anders bewegen als sonst. Manchmal wird der Unterzucker erst offensichtlich, wenn das Tier bewusstlos zusammensackt. Dann braucht es sofort Futter oder eine Zuckerlösung.

Genau wie Menschen können die Vierbeiner also mit Diabetes gut leben – vorausgesetzt, Herrchen und Frauchen nehmen die Krankheit ernst und befolgen die Anweisungen des Tierarztes.

Diabetes bei Hunden: Ist Fifi zuckerkrank?

Das sind die typischen Merkmale:

Typischerweise zeigen Hunde mit Diabetes (Zuckerkrankheit) vermehrten Durst (Polydipsie), vermehrten Urinabsatz (Polyurie), vermehrten Hunger (Polyphagie) und häufig auch Gewichtsverlust (wohingegen manche Tiere auch zunächst deutlich Gewicht zunehmen). Manchmal fallen auch eine Linsentrübung oder Fellveränderungen (Schuppen, stumpfes Fell, Haarausfall) auf. Sollten diese Symptome (oder auch nur eines davon) auffallen, konsultieren Sie bitte einen Tierarzt, damit Untersuchungen durchgeführt werden können, um die Diagnose zu stellen.