Hoch verarbeitete Lebensmittel

Unterschiedliche hoch verarbeitete Lebensmittel: Burger, Pizza, Nuggets, Zwiebelringe, Pommes etc.
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Tiefkühlpizza, Fischstäbchen oder panierte Veggie-Schnitzel – sie alle sind beliebt, aber leider auch mit Nebenwirkungen verbunden. Denn sie machen nicht lange und nachhaltig satt und können sehr fett-, kohlenhydrat- und damit kalorienreich sein. Sollte man diese und andere hoch verarbeitete Lebensmittel deshalb nicht mehr essen?

Wer sich überwiegend mittels maximal verarbeiteter Lebensmittel ernährt, erhöht – neben einem bereits bestehenden Diabetes – sein Risiko für Übergewicht, Bluthochdruck sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Hoch verarbeitete Lebensmittel zählen im Grunde genommen zum Fast Food. Sie sind ständig im Angebot und es bedarf nur weniger Handgriffe, bis sie gegessen werden können. Dabei gibt es sinnvolle und der Gesundheit weniger zuträgliche Produkte aus diesem riesigen Angebot.

Verarbeitete Produkte zu verbieten oder komplett vom Speiseplan zu streichen, ist eher unrealistisch. Denn es gibt immer mal Situationen, wo die Zeit zum Kochen knapp ist. Deshalb bieten sich hier gesunde verarbeitete Produkte an, mit denen sich bevorraten lässt.

Gesunde verarbeitete Lebensmittel

Eine Dose Tomaten, ein Beutel Tiefkühlgemüse oder auch vorgeschnittenes, verpacktes Vollkornbrot zählen zu den verarbeiteten Lebensmitteln. Sie sind eine praktische und gesunde Option, stets einen Vorrat im Haus zu haben, aus dem sich schnell eine Gericht herstellen lässt. Denn zum Beispiel Dosentomaten oder Tiefkühlgemüse ohne Zusätze lassen sich im Nu in eine leckere Suppe oder einen Eintopf verwandeln oder können als Bestandteil von Saucen oder Aufläufen dienen.

Nährwert-Check bringt Aufklärung

Ähnlich wie beim Prüfen des Kohlenhydratgehaltes in der Nährwertanalyse verschiedener Lebensmittel lohnt sich der Blick auf die Zutatenliste. Dort sind alle im Produkt enthaltenen Zutaten nach ihrer Menge in absteigender Reihenfolge aufgelistet. Stehen hier Fett, Zucker und schnell resorbierbare Kohlenhydrate weit vorne, ist das Produkt sehr energiereich.

Ferner sind in der Zutatenliste Infos über potenziell vorhandene Lebensmittel-Zusatzstoffe gelistet. Sie haben zahlreiche Aufgaben, beispielsweise deren Haltbarkeit oder Konsistenz zu optimieren. Ihre gesundheitliche Unbedenklichkeit wird durch genau festgelegte Mengen von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) bewertet und gewährleistet. Für Menschen mit Allergien können sie individuell kritisch sein.

Der Mix macht‘s    

Es empfiehlt sich, den Konsum hoch verarbeiteter Lebensmittel möglichst gering zu halten. Und wenn es mal eine Tiefkühlpizza, Hamburger oder die Currywurst sein soll, dann bitte mit bewusstem Genuss und in Maßen.

Außerdem lassen sich hoch verarbeitete Produkte einfach und schnell mit gesunden, natürlichen Lebensmitteln aufwerten. Zum Beispiel durch frisches Gemüse oder Salat, eine Portion frisches Obst, ein paar ungewürzte Nüsse und mit Mineralwasser als Begleitung statt süßer Getränke.


Ernährungswissenschaftliche Expertise: Kirsten Metternich von Wolff

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